Mir selbst war lange nicht klar, woher Helander Dinkelsbühl kannte, was seine Entscheidung, 1944/45 von Nürnberg nach Dinkelsbühl zu ziehen beeinflusst hat. Es war die Rede davon, dass er an der Kinderzeche hier gewesen sei, nicht unwahrscheinlich bei der doch nicht so weiten Entfernung Dinkelsbühl Nürnberg.
In der Zwischenzeit habe ich nun Belege dafür gefunden, dass Helander in Dinkelsbühl war und wann. Es war im Jahr 1932, der Anlass war das Schwedenjahr, der 400. Todestag des schwedischen Königs Gustav II. Adolf, der 1632 in der Schlacht bei Lützen (in der Nähe Leipzigs) gestorben war.
Diese Veranstaltung in Dinkelsbühl hat eine Vorgeschichte..
Der Dekan Schaudig, der Bruder des Arztes Schaudig, den der eine oder die andere in einer der folgenden Arztgenerationen in Dinkelsbühl erlebt hat, hatte sehr gute Verbindungen nach Schweden. So gelang es Schaudig 1928, zur Tausendjahrfeier, den schwedischen Erzbischof Söderblom zu einem Besuch in Dinkelsbühl zu bewegen, er hielt in der Sankt Paulskirche dann zusammen mit Dekan Schaudig den Festgottesdienst.
Vier Jahre später, als in vielen fränkischen, protestantischen Gemeinden, über die schwedische Lützengesellschaft organisiert, Gedenkveranstaltungen für Gustav II.
Adolf stattfanden, sorgte diese gewachsene Verbindung dafür, dass auch in Dinkelsbühl eine solche stattfand.
In der Zeitung findet sich ein Bild der Veranstaltunng, und hier ist Helander als Teilnehmer genannt.
Bei dieser Feier wurde die Bronze Plakette mit dem Portrait des Königs vorgestellt bzw enthüllt. Der schwedische „Lützen-Verein“ hatte sie gespendet und nach Dinkelsbühl für den Gedenktag 1932 geliefert.